(griech.: an-akólouthon = nicht folgerichtig)

Wortfigur: grammatikalisch nicht folgerichtige Konstruktion eines Satzes

Das Anakoluth stellt einen grammatikalischen Fehler dar, einen Verstoß gegen das Gebot der sprachlichen Korrektheit, der – als Figur – zur Erreichung bestimmter Zwecke rhetorisch oder literarisch gerechtfertigt sein kann.

Üblicherweise handelt es sich um eine falsche oder veränderte Fortführung eines begonnenen Satzgefüges bzw. um die Störung des syntaktischen Gefüges, nicht aber um den vollständigen Abbruch eines begonnenen Satzgefüges (= Aposiopese).

Somit stimmt die Figur des Anakoluths natürlich mit allseits bekannten Phänomenen der gesprochenen Umgangssprache überein.

Das Anakoluth dient vor allem der Charakterisierung einer sozial determinierten oder emotional bestimmten Redeweise.

Beispiel