Einzelne Wörter können einander chiastisch gegenübergestellt werden, indem syntaktisch einander entsprechende Wörter in zwei Wortgruppen die Position wechseln:
Wo ich bin, seid ihr auch. (Johannes-Evangelium)
Für gewöhnlich wird damit allerdings ein Gegensatz formuliert, in dem die semantische Opposition durch die der Wortstellung unterstützt wird:
Eng ist die Welt und das Gehirn ist weit. (Schiller)
Ähnliches ist auch mit ganzen Sätzen (innerhalb ganzer Satzperioden) oder Satzteilen (innerhalb ganzer Sätze) möglich:
Man möchte die gnadenvolle Tatsache, daß aus dem Bösen das Gute kommen kann, Gott zuschreiben. Daß aus dem Guten so oft das Böse kommt, ist offenbar der Beitrag des anderen. (Th. Mann)