(lat.: inversio = Umkehrung)

Wortfigur: Vertauschung von syntaktischen Elementen

Die Inversion oder Ana-strophé (griech.: Vertauschung) verändert die übliche Reihenfolge der Satzglieder in einem Satz oder Satzteil. So weicht die Wortstellung vom Gewohnten oder Normierten der Normalsprache mehr oder minder auffällig ab.

Dadurch vermindert sich zwar im allgemeinen die Klarheit des Ausdrucks, seine Einprägsamkeit wird gleichwohl für gewöhnlich erhöht, insbesondere dann, wenn die neue Reihenfolge archaisch oder sehr emphatisch wirkt.

Im Deutschen sind folgende Typen der Inversion besonders häufig: Nachstellung des Adjektiv-Attributs, Voranstellung des Genetiv-Attributs, Voranstellung des Objekts sowie die Umkehrung der Subjekt-Prädikat-Folge.

Als Gedankenfigur entspricht der Inversion das Hysteron-Proteron (griech.: Späteres-Früheres): Hier wird nicht die syntaktische, sondern die sachliche oder inhaltliche Ordnung (in der Zeit) vertauscht: Zuerst wird das Spätere, dann das Frühere formuliert. Die Merkwürdigkeit solcher Äußerungen kann vielfältig wirken.

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