(griech.: klímax = Leiter)
1. (im engeren rhetorischen Sinn):
Wortfigur: mehrfache Wiederaufnahme eines Ausdrucks am Ende eines Satzes oder Satzteiles
am Anfang des folgenden mit gradueller Steigerung
Diese Figur heißt in der Rhetorik auch gradatio (Steigerung) und stellt eine Wiederholung der Anadiplose (Wiederaufnahme eines Ausdrucks am Ende eines Satzes oder Satzteiles am Anfang des folgenden) dar, wobei die aufeinanderfolgenden Glieder der Kette (chronologisch, genealogisch, argumentativ, logisch, vor allem aber inhaltlich) aufeinander abfolgen und sich so steigern, ohne daß die vorderen Teilglieder an Bedeutung verlieren.
2. (im davon abgeleiteten weiteren allgemeinen Sinn):
Wortfigur: reihende und sich steigernde Anordnung (mindestens dreier) syntaktisch
äquivalenter Satzglieder
Die Steigerung betrifft vor allem den Inhalt oder die Aussagekraft der aneinandergereihten Elemente. Diese selbst können (selten) Einzelwörter, Wortgruppen, Teilsätze oder ganze Sätze sein, wobei es häufig vorkommt, daß die Ausdrücke synonym sind.
Fällt die Reihe (inhaltlich oder die Emphase betreffend) deutlich ab, liegt eine Antiklimax vor.