(Gedanken-)Figur (oder ähnliche Struktur): Bestimmung eines Gegenstandes durch einen ihm ähnlichen Gegenstand

Zur näheren Bestimmung, zur Veranschaulichung und zum Beleg, vor allem auch zur Ausschmückung und Steigerung bestimmter Gegenstände, Momente, Handlungen, Aspekte und dergleichen, können diese mit anderen Gegenständen etc. verglichen werden, die ersteren in einer gewissen Hinsicht ähnlich oder ihnen analog sind – oder als solche aufgefaßt werden können. Ähnlichkeit meint dabei ein gemeinsames Merkmal, Analogie eine gemeinsame Relation der beiden Vergleichsbilder.

Im Unterschied zur Metapher nennt der Vergleich (lat. auch: comparatio, similitudo) aber beide Vergleichsglieder explizit und nebeneinander; und er verbindet sie durch eine Vergleichspartikel (im Deutschen vor allem das "wie"). Außerdem kann das Vergleichskriterium, der Aspekt, unter dem verglichen wird, ebenfalls explizit genannt werden: das sogenannte tertium comparationis (lat.: das Dritte des Vergleichs).

Der Vergleich hat also die folgende Struktur: a wie b (unter dem tertium c).

Sind a, b (und c) dabei syntaktisch nicht mehr beschränkt (auf einen Satz oder Satzteil), wird der Vergleich also über längere Textpassagen hin ausgedehnt (meist mit einer "so... wie..."-Formulierung), so spricht man von einem Gleichnis.

Beispiel