(griech.: trochaîos = Läufer)

Versfuß: eine Hebung / Länge vor einer Senkung / Kürze: — È

Umgekehrt wie der Iambus (È —) organisiert, ist der Trochäus ebenso wie dieser und alle übrigen hier vorgestellten ein Versfuß antiken Ursprungs.

(In antiker Dichtung bilden Iambus und Trochäus (als vergleichsweise kurze Versfüße) im Unterschied zu Anapäst, Daktylus, Spondeus und anderen, hier nicht thematisierten Füßen nur als Dipodien (= zwei Füße), d.h. als Verbindung von zwei Versfüßen, eine metrische Einheit. Das in der Antike als Sprechvers gebräuchliche Versmaß des trochäischen Tetrameter (= bestehend aus vier Metren) umfaßt dementsprechend acht Versfüße.)

In der Antike war der Trochäus vor allem als Versfuß von dramatischen Sprechversen und in der Lyrik gebräuchlich.

In neuerer Dichtung konnte sich dies nicht fortsetzen, da der Trochäus – obgleich er ebenso wie der Iambus alternierend ist, also die Wertigkeiten abwechselt – mit einer (der natürlichen Wortbetonung oft zuwiderlaufenden) betonten Silbe einsetzt.