Alexandriner, die aus sechs iambischen Versfüßen bestehen, können 'männlich' (akatalektisch) oder 'weiblich' (üblicherweise hyperkatalektisch) enden:

Ich seh' wohin ich seh / nur Eitelkeit auff Erden / (hyperkat. / weibl.)
Was dieser heute bawt / reist jener morgen ein / (akat. / männl.)
Wo itzt die Städte stehn so herrlich / hoch und fein / (akat. / männl.)
Da wird in kurtzem gehn ein Hirt mit seinen Herden. (hyperkat. / weibl.)
(Gryphius)

Ähnlich steht es bei Blankversen, deren fünf Iamben oft um eine unbetonte Silbe ergänzt werden und so 'weiblich' enden:

Die schönen Tage in Aranjuez (akat. / männl.)
Sind nun zu Ende. Eure königliche Hoheit (hyperkat. / weibl.)
Verlassen es nicht heiterer. Wir sind (akat. / männl.)
Vergebens hier gewesen. [...]
(Schiller, Don Carlos I.1)