Versmaß: bestehend aus drei, i.a. iambischen metrischen Einheiten bzw. sechs Versfüßen mit a- oder hyperkatalektischem reimendem Abschluß

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Der Alexandriner, benannt nach einer frühen Verwendungsweise im altfranzösischen "Alexanderroman", war – im Kontext seiner romanisch-französischen Herkunft des 12. bis 16. Jahrhunderts – wie folgt reglementiert: reimender 'weiblicher' oder 'männlicher' Versschluß, 12 oder 13 Silben, wobei die sechste und die zwölfte akzentuiert sind, Zäsur nach der sechsten Silbe.

Der Vers wird zu Beginn des 17. Jahrhunderts in die deutsche Literatur eingeführt und zum beherrschenden Versmaß des Jahrhunderts in Lyrik und Drama. Bei dieser Übernahme setzt sich die alternierende iambische Betonung durch, die zum Standard wird.

Übliche Reimformen sind der Paar- und der Kreuzreim. Jener gilt als 'heroischer', dieser als 'elegischer' Alexandriner.

Die feste Zäsur nach der dritten Hebung begünstigt außerdem die (antithetische) Gegenüber- oder die (parallele) Nebeneinanderstellung der beiden Satzglieder.

Beispiel