(Alkaios: griech. Lyriker, ca. 600 v. Chr.)
Strophenmaß: vier Verse, von denen die ersten beiden 'alkäische Elfsilbler', der dritte ein (iambisch alternierender) Vers mit neun und der letzte ein trochäisch-daktylischer Vers mit zehn Silben ist
'alkäischer Elfsilbler' Versmaß: x È x ' È È È x
Verse (3) und (4): x È x È x / È È È È È x
Die vor allem von Horaz ausgebildete 'alkäische' Strophenform wird mit kleinen Umformungen und in verschiedenen Varianten, die hier meist durch x (anstelle von È oder ) angedeutet sind bewußt in der deutschen Literatur des 18. Jahrhunderts wiederaufgenommen.
O matre pulcra filia pulcrior,
quem criminosis cumque voles modum
pones iambis, sive flamma
sive mari libet Hadriano. (Horaz)Was schläfst du, Bergsohn, liegest in Unmut, schief,
Und frierst am kahlen Ufer, Gedultiger!
Denkst nicht der Gnade du, wenns an den
Tischen die Himmlischen sonst gedürstet? (Hölderlin)
Die einzelnen Oden-Strophen werden dann natürlich üblicherweise gleichförmig wiederholt.