(lat.: Dinge Worte)
(semantische) Grundstruktur der Rhetorik: verbale Ausdrücke (verba) stehen in einem Abbildungsverhältnis zu Dingen, Sachverhalten und Gedanken (res)
Diese semantische Grundunterscheidung von res und verba betrifft alle rhetorisch geprägten Texte.
Sie stellt eine Art minimale Semantik dar, nach der die verba die res repräsentieren, aber grundsätzlich in einem anderen Bereich anzusiedeln sind: So stehen die verbalen (oder anderweitig repräsentierenden) Ausdrücke auf der einen Seite den verschiedenen repräsentierten Gegenständen auf der anderen gegenüber. Mit den verba spricht man über res.
Innerhalb des Gegenstandsbereichs des Repräsentierten (res) wird aber nicht grundsätzlich zwischen Tatsachen und deren mentaler Repräsentation (Gedanken) oder zwischen einzelnen Dingen und Relationen von Dingen (Sachverhalten) unterschieden.