(griech.: synekdoché = Mitübernahme, Andeutung)
Trope: Ersetzung des eigentlichen Ausdrucks durch einen (semantisch) engeren oder weiteren Ausdruck
Im Unterschied zur Metonymie besteht die Verbindung zwischen dem gemeinten und dem gesagten Ausdruck also nicht primär der Sache nach, sondern der Bedeutung nach, und zwar in Bezug auf ihren Umfang. Besonderes und Allgemeines können einander somit in der Synekdoche ersetzen.
Es können zwei Typen der Synekdoche unterschieden werden:
Die generalisierende Synekdoche ersetzt einen semantisch engen durch einen semantisch weiteren Ausdruck, der allerdings den ursprünglichen Ausdruck mitumfaßt, aber noch anderes mit-meint.
Die partikularisierende Synekdoche ersetzt hingegen genau umgekehrt den semantisch weiten durch einen semantisch engeren Ausdruck, der somit nur exemplarisch für das Gemeinte steht.
Charakteristische Verbindungen der Synekdoche sind somit
Hinzu kommen noch die Verhältnisse vom Ganzen und seinen Teilen. Denn obwohl diese 'mereologische' Relation der Sache nicht der Bedeutung nach besteht und insofern der Metonymie zugeordnet werden könnte, wird sie üblicherweise aufgrund der Analogie vom Umfassenden und Umfaßten als pars pro toto (lat.: der Teil für das Ganze) der Synekdoche zugeordnet.
Auch die Synekdoche neigt dazu, katachretisch gebraucht zu werden: Viele synekdochetische Ausdrucksweisen sind in die Umgangssprache eingegangen.
Innovative und überraschende Verwendungen von Synekdochen sind gleichwohl durchaus üblich, insbesondere wenn es darum geht, einen Text und besonders natürlich seine Benennungen variabel und flexibel zu gestalten.