auf Funktionen ausgerichteter Merkmalskomplex, der historisch konstant ist, aber historisch variablen Texten oder Textklassen unterliegt

Die Schreibweise meint also in erster Linie diejenigen Merkmale von Texten, die diese aufweisen müssen, wenn sie eine bestimmte Funktion erfüllen sollen. Solange eine solche Funktion konstant bleibt (etwa: erzählen, loben, sich lustig machen über usw.), bleiben es auch diese Textmerkmale.

Diese Gruppe von Merkmalen kann im Einzelfall natürlich komplex strukturiert sein. Sie dürfte im allgemeinen aus Erfüllungen von bestimmten Funktionen und deren Präsuppositionen oder Voraussetzungen bestehen.

Die Schreibweise kann demzufolge als funktionale Struktur aufgefaßt werden, die einem Text oder einer historisch begrenzten Menge oder Klasse von Texten zugrundeliegt. Eine solche historisch konkrete Textklasse kann dann als Gattung konzipiert werden.

Der Begriff der Schreibweise wird üblicherweise als begrenzt auf Texte aufgefaßt. Insofern repräsentiert die Schreibweise den Spezialfall des allgemeinen, nicht auf ein Kommunikationsmedium beschränkten Verfahrens.

Das mit beiden Begriffen verwandte Konzept des Textverfahrens bezieht sich demgegenüber weniger auf die strukturellen oder funktionalen Grundlagen einer Menge von Texten (oder Werken in anderen Kommunikationsmedien), sondern vor allem auf die technische Seite ihrer Produktion oder Verfertigung.

Hier werden einige Schreibweisen näher vorgestellt.

Beispiel