Die übererfüllende Parodie ist sicherlich gut dazu geeignet, auf ganze Textklassen komisch (oder auch kritisch-komisch) Bezug zu nehmen.

So bezieht sich etwa Johann Heinrich Voß' "Klingsonate" von 1808 offenkundig auf die Gedichtform Sonett, dessen Bauprinzip sie offenlegt, indem sie sich darauf beschränkt:

  Mit
Prall-
Hall
Sprüht
  Süd-
Tral-
Lal-
Lied.
  Kling-
klang
Singt;
  Sing-
Sang
Klingt

Hier wird wohl sowohl der Inhalt 'untererfüllt' als auch – durch den fast völligen Verzicht auf Inhalt – die Textstruktur übererfüllt.

Die Großstadtlyrik des Expressionismus nimmt Friedrich Torberg in seinem gleichnamigen Gedicht von 1932 aufs Korn, indem er dessen ebenso typisches wie grauenerregendes Wortmaterial – bzw. die dadurch evozierten Vorstellungen – so pointiert einsetzt, daß es als Überzeichnung angesehen werden muß. Die zu erwartende Leserreaktion liefert er, um nicht mißverstanden zu werden, gleich mit:

Großstadtlyrik

Fabriken stehen Schlot an Schlot,
vorm Hurenhaus das Licht ist rot.
Ein blinder Bettler starrt zur Höh,
ein kleines Kind hat Gonorrhoe.
Eitrig der Mond vom Himmel trotzt.
Ein Dichter schreibt. Ein Leser kotzt.