Den entscheidenen Aspekt des ersten Ich-Erzählertyps, bei dem erzählendes und erlebendes Ich weitgehend identisch sind, nutzen viele Kriminalromane zur Spannungserzeugung: Denn der Ich-Erzähler und Detektiv ist – genau wie der Leser – während der Ermittlung – bzw. der Leküre – weder über die Hintergründe des aufzuklärenden Verbrechens (und die Identität des Täters) informiert noch über die zukünftigen Entwicklungen (und Gefahren), die sich auftun. Weder kennt er das 'Innere' der anderen Figuren noch hat er – zumindest in guten Krimis – frühzeitig eine Vorstellung von der 'Lösung' des 'Falls'.

Der Detektiv muß sich somit oft genug auf seine 'Nase' verlassen, denn er weiß nicht mehr als das, was er selbst 'erschnüffelt' hat – wie zum Beispiel der Ermittler in Raymond Chandlers Erzählung "The big sleep" von 1939:

The apartment house lobby was empty this time. No gunman waiting under the potted palm to give me orders. I took the automatic elevator up to my floor and walked along the hallway to the tune of a muted radio behind a door. I needed a drink and was in a hurry to get one. I made straight for the kitchenette and brought up short in three or four feet. Something was wrong. Something on the air, a scent. The shades were down at the windows and the street light leaking in at the sides made a dim light in the room. I stood still and listened. The scent on the air was a perfume, a heavy cloying perfume.